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Blei: Der älteste Wertstoff-Kreislauf der Welt

Schwer zu schürfen, noch schwerer begehrt: Blei, der ewige und doch aktuelle Rohstoff der Erde.

Werttransport: Unterwegs mit einem Bleilaster durch Europa.

Greg Fulham nippt angespannt am Plastikbecher. Der heiße Kaffeedampf zeichnet sich gegen den Nachthimmel ab. Mit Gesten mahnt der irische Fernfahrer den Staplerführer zur Eile – soeben wird die letzte Palette in den Laderaum seines LKW geschoben. Um die Fähre pünktlich zu erreichen, muss er die Verkehrsadern Birminghams noch vor Tagesanbruch hinter sich lassen. Greg kennt die Strecke genau so gut wie seine Fracht: Es sind ausgediente Bleibatterien.

Mit größter Sorgfalt überwacht er die Verladung und verzurrt die einzelnen Paletten. Besonders die großen Traktionsbatterien fährt er ungern: „Fallen die in einer Kurve zur Seite um, durchbrechen sie die Ladebordwand. Bei mehreren Zentnern Gewicht pro Stück eine tödliche Gefahr“. Greg weiß, wovon er spricht. Denn er ist kein gewöhnlicher LKW-Fahrer, sondern ein speziell ausgebildeter ADR-Fahrer für gefährliche Transporte: „Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route“, erklärt Greg zwischen zwei Schlucken Kaffee das europäische Abkommen. Auf jeder Palette befinden sich sorgsam aufgeschichtete Autobatterien. Jede Lage ist durch Pappen voneinander isoliert, damit sich die Kontakte nicht kurzschließen können. Sicherheit ist oberstes Gebot: Es wäre nicht der erste LKW, der aufgrund der gefährlichen Fracht nach einem Bremsmanöver in Flammen aufgehen würde.

Wir erreichen die Fähre pünktlich. Auf der Fahrt hat mir Greg die Ladepapiere erklärt: Sein Transport hat eine eindeutige Nummer und er darf die vorgeschriebene Route nicht verlassen. „Bei grenzüberschreitenden Abfalltransporten sind die Behörden besonders streng“, weiß Greg. Auf der Fähre gönnt er sich ein paar Stunden Ruhe. Nur ungern trennt er sich dabei von seinem LKW. Erst kürzlich wurde das Fahrzeug eines Kollegen aufgebrochen und ein Teil der Fracht entwendet. „Früher fuhr ich Tiefkühltransporte und kein Mensch kam auf die Idee, dass meine Fracht wertvoll sein könnte.“ entfährt es ihm, bevor seine Kabinentür ins Schloss fällt. Die Zeiten haben sich geändert.

In Belgien geht es auf schnellstem Weg zur Bleihütte. Greg reiht sich in die Schlange vor der LKW-Waage ein. Den Grund für die Hektik an der Warenannahme erkennt er sofort: „Die Halle ist fast leer. Wird jetzt nicht schnell mit Blei aufgefüllt, muss der Schmelzofen heruntergefahren werden. Das kostet den Hüttenbetreiber ein Vermögen“. Nachdem unsere Lieferung abgeladen ist und die Übergabe kilogrammgenau dokumentiert ist, macht sich Greg auf den Weg zum nächsten Auftrag. Ich bleibe beeindruckt zurück. Auf dem Vorplatz schimmern unzählige Bleibarren im Licht, fein säuberlich zu kleinen Türmchen gestapelt. Kurz bevor Gregs LKW hinter einer Kurve verschwindet, bemerke ich seine Aufschrift: „Return to Value“. Treffender hätte man es nicht formulieren können.

Vorteile von „Sekundärblei“

Aus Erz gewonnenes „Primärblei“ ist selten, aufwändig zu schürfen und daher teuer. Recyceltes „Sekundärblei“ hingegen lässt sich als eines der wenigen Elemente unendlich oft wiederverwenden. Schon seit vielen tausend Jahren wird Blei genutzt, wieder eingeschmolzen und neu verwendet. Ganz ohne Qualitätsverlust.

  • Der Produktkreislauf ist unbegrenzt und ohne Abstriche wiederholbar.
  • Gewinnung von Rohblei aus Erz ist aufwändiger und teurer.
  • Sekundärblei verursacht weniger Transportkosten, da das Rohblei meist aus Übersee (China, Australien, USA) importiert wird.
  • Sekundärblei hat die günstigere Ökobilanz: weniger Energie bei der Verhüttung und ein geringeres CO2-Aufkommen.
  • Sekundärblei erfüllt die Anforderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes.

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CCR entwickelt maßgeschneiderte Rücknahmelösungen, die am Ende des Produktlebenszyklus ansetzen. Mit den Marken REBAT (Batterien), RELECTRA (Elektronik), REPACK (Verpackungen) weiteren Lösungen ist die CCR einer der erfahrendste Reverse Logistiker. Ein dichtes europaweites Netzwerk ausgewählter Logistik- und Recyclingpartner ermöglicht hohe Flexibilität zur Erfüllung jeglicher Kundenanforderungen. Dieses wird flankiert von verschiedenen gesetzlichen Rücknahmesystemen zur Erfüllung regionaler regulatorischer Anforderungen.