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Pfand-tastisch

Wie ein Clearing-Dienstleister national Einwegpfand auf den Cent genau abrechnet. Wie Schüler den Wert von Müll erkennen. Und wie aus PET-Flaschen T-Shirts werden.

Eine ganz normale Wasserflasche im Supermarktregal. Gekauft. Geleert. Weggeworfen. Und danach womöglich umweltschädigend verbrannt? So war das früher einmal. Denn auch wenn sie „Einweg-PET-Flasche“ heißt – sie hat ein langes Mehrweg-Leben vor sich. Heutzutage wird sie wieder und wieder recycelt – oder sogar als bequemes T-Shirt wiedergeboren.

Über 10 Milliarden PET-Flaschen werden jedes Jahr allein in Deutschland gekauft. Wir Verbraucher ahnen kaum, was für ein gigantischer Komplex hinter einer kleinen 0,5 Liter Einwegpfand-Flasche steht: In Hamburg auf dem Bahnhof gekauft – in München beim Supermarkt in den Automaten geworfen. Wer zahlt das Pfand? An wen? Wer verrechnet die Milliarden Datensätze für die unterschiedlichsten Gebinde, Größen und Sorten?

Dafür gibt es Pfand-Clearing-Spezialisten wie die CCR Clearing, ein Unternehmen der RLG-Gruppe: Im Rücknahmeautomaten im Supermarkt liest ein Scanner die Daten der Wasserflasche aus: welches Material, welcher Typ, welcher Hersteller. Die Informationen werden an die Clearingstelle weitergeleitet und in einem zentralen IT-System gesammelt. So ist garantiert, dass später fair und aufs Komma genau zwischen Hersteller und Handel abgerechnet wird. Dann folgt nur noch ein Knirschen: die Wasserflasche wird platzsparend platt gemacht.

Nun wird unsere zerdrückte Wasserflasche in einem Ballen mit vielen anderen Einweg-Pfandflaschen in ein Recyclingzentrum verbracht und dort zu Regranulaten weiterverarbeitet. Wie das funktioniert, erklärt Walter Reins, leitender Projektmanager: „Als erstes zerkleinern wir die Flaschen. Was übrig bleibt, sind sogenannte Flakes, die wir in heißem Wasser reinigen. Mithilfe von Infrarottechnik lassen sich diese dann nach typgleichen Stücken sortieren. Diese werden anschließend eingeschmolzen“.

Als Sekundärrohstoffe stehen die Granulate nun für neue Produkte zur Verfügung. So können im nächsten Schritt neue Plastikflaschen, Folien oder sogar bequeme T-Shirts hergestellt werden.

Das Recycling von PET-Flaschen bringt allen etwas: Die Umwelt wird von giftigen Verbrennungsgasen verschont, es werden weniger neue Flaschen produziert und damit weniger natürliche Ressourcen angegriffen. Und die Hersteller sparen durch „Return to Value“ eine Menge Geld.

Pet-Collection-Singapur

Abfälle vermeiden, Ressourcen schonen, Geld sparen – gute Gründe für Recycling gibt es außerordentlich viele. In einem modernen Land wie Singapur landen bislang dennoch die meisten leeren PET-Flaschen auf dem Müll und werden auf einer Deponie verbrannt. Und das, obwohl die Technologie für eine Wiederverwertung vorhanden wären. Kann man dem gegensteuern? Und ein Bewusstsein schaffen für die Vorteile von Recycling? Ja, man kann.

Indem wir bei der nachfolgenden Generation anfangen. „Früh übt sich“ bekanntlich und deshalb beginnen wir bei den Schulen: Wir zeigen Kindern, was mit Abfall alles möglich ist und wie daraus neue, spannende Produkte entstehen.

So haben wir die Idee „PET Collection Singapur“ geboren: Schulen treten in einen Wettbewerb gegeneinander an. Wer die meisten PET-Flaschen sammelt, der gewinnt. Das weckt Begeisterung bei den Kindern, das motiviert sie zum Mitmachen. Der erste Sammelwettbewerb ist mit so großem Erfolg 2013 gestartet, dass die Idee in der nächsten Projektphase mit Altbatterien weitergeführt wird.

Natürlich ist es nicht einfach, solch eine Idee umzusetzen. Natürlich müssen Umweltämter, Schulbehörden und politische Gremien überzeugt werden. Und natürlich ist das erst der Anfang, wenn neue Sammelsysteme eingeführt werden wollen. Wer das Ziel hat, öffentlichen Einrichtungen zu beraten und ein Umdenken in Gang zu setzen, der braucht einen langen Atem – und viel Erfahrung. Der Anfang ist gemacht: Die Schule als Beginn einer neuen Abfall-Ära. Und die Schüler als neue Generation nachhaltigen Denkens.

CCR Clearing GmbH
Reverse Logistics Group
Karl-Hammerschmidt-Str. 36
D 85609 Dornach
Tel. +49 89 49049 100
Fax +49 89 49049 33 100
http://www.ccr-clearing.de/

CCR Clearing - Clearingsysteme für Einweggebinde

Die Getränkedose eines namhaften Energydrinks konnte einst nur auf Basis eines Pfandsystems der CCR CLEARING in den Supermarktregalen verbleiben. Mittlerweise laufen über hundert Millionen Gebinde durch die angeschlossen Zählzentren und Milliarden von Datensätzen werden im CCR-Rechenzentrum bearbeitet. CCR Clearing ist der international etablierte Gestalter von Einwegpfandsystemen.